Lichtbogenschweißprozesse wie MIG, MAG und WIG sind etablierte Schweißprozesse. Seit einiger Zeit gewinnt das handgeführte Laserschweißen immer mehr an Bedeutung. Der Laser wird die etablierten Schweißprozesse nicht verdrängen! Doch der Laser hat gewisse Vorzüge gegenüber den Lichtbogenprozessen.
Die Schweißprozesse MIG, MAG und WIG verwenden einen Lichtbogen, um den Werkstoff aufzuschmelzen.
Dafür müssen die Fügepartner neben einer flüssige Phase auch eine Stromleitfähigkeit aufweisen.
Dazu kommt noch, dass die Schmelztemperatur bei beiden Fügepartner annähernd gleich sein müssen.
Bei dem Schweißen mit dem Laser wird lediglich LASER-Licht verwendet. Da LASER-Licht monochromatisch und kohärent ist, kann es sehr stark auf einen Punkt fokussiert werden.
Die Energiedicht im Fokuspunkt übersteigt die Energiedichte der Sonne um ein Vielfaches.
Dieses Licht koppelt in die Fügepartner ein und bringt diese zum Schmelzen.
Bei herkömmlichen Lichtbogenschweiß-verfahren erfordert ein Stumpfstoß (BW) bei Materialdicken ab ca. 3-4 mm in der Regel eine Fasenvorbereitung.
Dieses ist aufwendig, kostenintensiv und führt zu Schrumpfverzug.
Während des Schweißprozesses wird die Fuge wieder mit Schweißgut aufgefüllt.
Bei den Lichtbogenschweißprozessen wird ein größeres Schweißvolumen erzeugt.
Dieses führt zu höheren Temperaturen im Bauteil und kann zu starken Schweißverzug führen.
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.